Ich lebe und arbeite seit 35 Jahren in Panama, und vielleicht kann ich folgendes sagen:
Panama ist kein klassisches Einwandererland, schon gar nicht für Bäcker oder andere Gewerbetreibende oder Handwerker. Das haben wir selber in Massen.
Darum sind die "Eintrittsgelder " auch dermaßen hoch, um sie abzuschrecken, oder wenn das nicht hilft, dann sollen sie wenigstens ordentlich Geld haben.
Panama ist aufgrund seiner liberalen Gesetzgebung aber ein weltweiter Finanzplatz ersten Ranges, und hochwillkommen sind alle Investoren und auch multinationale Firmen, die hier bei uns eine Filiale eröffnen wollen. Das ist es, was die Regierung will.
Auch wenn Du als Vertreter einer ausländischen Firma geschickt wirst zur Panama-Niederlassung, ist das gut. Die Herrschaften kenne ich viele, und sie leben in besten Verhältnissen. Auch als reicher Rentner ist das schön.
Es kommt uns hier aber sehr merkwürdig vor, wenn ein Bäcker aus Deutschland bereit ist, fast 200,000 Bb/s. hinzulegen, nur um eine [b]Bäckerei[/b] aufzumachen, denn Brot haben wir selber genug und backen es billiger. Um so eine Bäckerei zu eröffnen langen einem Einheimischen 5,000 Bb/s, und dann ist es schon viel.
Wir wissen natürlich, "oh wie schön ist Panama" ... und die Menschen kommen, weil sie tropische schöne Landschaft wollen, und auch überdrüssig sind der EU mit all ihren Wohltaten ... ich weiß das alles, ich treffe in meinem Beruf (Lotse im Panama Kanal) jeden Tag interessante Leute aus aller Welt dienstlich und zum Plaudern.
Zum Standort:
Man vergesse nie die extrem hohe Kriminalitätsrate bei uns. Besonders von Colón ist dringendst abzuraten! Es ist eine Schwarzen-Stadt mit sehr vielen Morden und ganz alltäglichen Überfällen.
Ciudad de Panamá ist etwas besser stellenweise, und recht sicher ist es in den Touristenzentren, die man neuerdings überall schafft.
Noch zu beachten, es kommt leider immer wieder vor:
Sobald man hier riecht, ... aaaah, da ist ein Gringo mit Geld, bist Du nicht mehr sicher. Man läßt Dich gerne alles aufbauen, die Dreckarbeit machen, und sobald es läuft und die Halunken sehen, daß Du damit auch was verdienst, wird man vermittels gekauften Winkeladvokaten und Notaren und Richtern versuchen, sich in Deinen Besitz zu bringen.
Man sagt dann einfach, beim Kauf ist ein damals ist ein Formfehler passiert ... alles rückgängig ... her damit!
Wie willst Du Dich wehren?
Wird teuer und sehr unsicher für Dein Leben unter Umständen.
Bitte dieses bedenken, weil ich lese ungern solche Fälle wieder in der Zeitung bei uns.
Allerdings ist das ein generelles lateinamerikanisches Problem, sei es die Dom-Rep, Kolumbien ...
Denke vielleicht einmal über ein Land nach, wo es etwas sicherer ist (Argentinien, Chile).
Zu dem Fall mit der Amiga:
Es ist klar, daß die nicht in Deutschland leben will und kann. Es ist noch nie gut gegangen, eine Latina aus ihrer Heimat herauszureißen und in ein kaltes Land zu verfrachten, wo sie einsam ist.
Wer seine Latina-Dame liebt, muß ihr zu uns hierher folgen. Das ist eine eiserne Regel.
[quote]Also...wenn ich diese Frau heiraten wuerde...wie siehst dan aus mit Visum und so???[/quote]
das Visum und das alles ist egal. Panama ist völlig liberal. Keiner schmeißt Dich raus hier. Klar kannst Du die heiraten, logisch.
[quote]Kann man in Panama auch heiraten mit Heiratsvertrag.....

[/quote]
die Frage macht mich lächeln und erinnert mich an meine Kindheit in Europa, als das gerade modern wurde aufgrund vieler geschädigter und geschröpfter Ehemänner.
Keine Sorge. Das braucht man in Panama nicht. Bei uns haben die [b]Männer [/b]das Sagen. Auch ohne Vertrag.
Anmerkung noch:
Bitte mich nicht zu einzelnen Gesetzen und Tarifen und aktuellen Vorschriften befragen. Ich weiß das auch nicht, ich bin ja seit 35 Jahren hier und längst Panamaer und einheimisch. Ich habe das alles nicht gebraucht und brauche esauch nicht.
Ich habe geschrieben weil ich auch lange gar kein Deutsch mehr geschrieben habe, sogar die Umlaute haben funktioniert