Darien
Die wohl wildeste Provinz von Panama an der Grenze zu Kolumbien. Die etwa 25000 Kilometer lange Traumstrasse "Panamericana" die von Alaska bis Feuerland führt wird hier auf ein wenig mehr als hundert Kilometern unterbrochen.
In Darien endet die Panamericana in Morast und Dickicht. Hier zwischen Mittel und Südamerika gibt es Malaria, Gelbfieber, dichter Dschungel und Trampelpfade für die Chocós - den indianischen Ureinwohnern.
Räuberische Banden, Drogen und Waffenschmuggler, aber auch das Gold das es hier zu finden gibt, machen diese Gegend zum wilden Westen Panamas.
Darien übt eine ungemeine Anziehungkraft auf Abenteurer aus, die diese Gegend zu Fuss und per Flussfahrten durqueren wollen. Aber Darien birgt viele Gefahren und die Reise sollte man sich nicht antun.
Auch der günstige Flug von Panama City nach Turbo im benachbarten Kolumbien ist nicht zu empfehlen. Obwohl die Menschen sehr freundlich und hilfsbereit sind, darf die Gefahr durch kolumbianische Guerillos und Paramilitärs die sich im Grenzgebiet aufhalten nicht unterschätzt werden.
Ungefähr 60 Prozent der weltweiten Entführungen geschehen in Kolumbien. Einige Gebiete in Kolumbien befinden sich nicht unter staatlicher Kontrolle.
Wer trotz allem dieses faszinierende Gebiet besuchen will, Yaviza ist mit dem Allradfahrzeug ab Panama City in fünf bis acht Stunden Fahrt zu erreichen.
Eine weitere Möglichkeit ist nach El Real zu fliegen. Das Städtchen El Real liegt etwa 1 Stunde (per Piragua) flussabwärts.
In dieser Gegend ohne Strassen gibt es eigentlich nur eines - das Piragua,der Einbaum der Chocóindianer.
Knapp zehntausend Chocós siedeln in weit verstreuten Dörfern. Die Chocó kommen in Einbäumen aus ihren abgelegenen Dörfern, um in Yaviza ihre Produkte zu verkaufen: Felle,Früchte und Fische.
Weblink:
Durch den Dschungel von Panama nach Kolumbien

